Berg - und Hüttenarbeiterverein St. Barbara Ensdorf 1873 e.V.
Gründung
2. Gründung des Vereins Bereits im Jahr 1863 hatten die Ensdorfer Bergleute in der Pfarrkirche zu Lisdorf ein Stiftamt mit Segen, welches im Jahr 1868 nach Einweihung der neuen Pfarrkirche St. Marien nach Ensdorf übertragen wurde. Der Eintrag befindet sich im Kirchenbuch Ensdorf auf Seite 28, Nr. 25. Bei den Bergleuten wurde ein Stiftungskapital von 60 Thalern gesammelt und bei einer Bank ausgelegt. Von den Zinsen erhielten jährlich: a) Die Kirche 1 Thaler und 8 Groschen b) Der Celebrant 1 Thaler und 5 Groschen c) Der Küster 7 Groschen d) Der Organist 7 Groschen e) Der Calant 3 Groschen Diese Stiftungsmesse wurde bis 1914 jährlich am Kirmesmontag für die lebenden und verstorbenen Bergleute gelesen. Vor der Vereinsgründung 1873 fanden ab 1868 jährliche Zusammenkünfte aller Ensdorfer Bergleute im Gasthaus „Zum Schimmel“ statt. Der Verein wurde am 14.09.1873 im Gasthaus „Zum Schimmel“ in Ensdorf zur Unterstützung von in wirtschaftliche Not geratenen Mitgliedern gegründet. Diese sollten durch Vereinsgelder bzw. durch Sammlungen bei den anderen Mitgliedern unterstützt werden. Zur Gründung waren 49 Ensdorfer Bergleute, Pfarrer Prinz (Lisdorf), Pfarrer Schrod (Ensdorf), Dechant Hausen (Ottweiler), der Bürgermeister von Lisdorf, der 1. Vorsitzende Philipp Schlichter sowie die Vorstandsmitglieder Josef Becker, August Luxenburger und Georg Dörr anwesend. Als Gründungstag wurde auf Anregung von Herrn Dechant Hansen der 20.01.1874 festgelegt. Der Verein war politisch neutral und kirchlich orientiert, was schon der Ursprüngliche Vereinsname „Katholischer Bergmannsverein 1873 Ensdorf“ ausdrückte“. Dennoch sollten die Bergleute auch gegen die Willkür des Staates und der Grubenverwaltungen geschützt werden.